Verpackung und Schließen der Verpackung

Welche Verpackungstrends sollte man heute wirklich kennen?

Trends im Verpackungsdesign verändern sich schnell, doch einige Signale sind so deutlich, dass es sich lohnt, länger bei ihnen zu verweilen. Der Pentawards Report 2025–26, der auf der Analyse zahlreicher Verpackungsprojekte aus über 60 Ländern basiert, zeigt Richtungen auf, die heute bereits klar in den Verkaufsregalen und neuen Markenkollektionen sichtbar sind. Es ist ein guter Moment, um genauer hinzusehen, welche dieser Trends für die Kosmetikbranche wirklich relevant sind und wie sie sich in konkrete Designentscheidungen übersetzen lassen.


Zugänglichkeit ist kein Kompromiss mehr

Zugängliche Verpackungen, also accessible packaging - sind keine Philanthropie. Sie sind ein wachsendes Marktsegment, angetrieben durch die alternde Bevölkerung und gesetzliche Regelungen zur Gleichberechtigung beim Zugang.

Jahrelang wurde inklusives Design als etwas Zusätzliches betrachtet: als nette Geste gegenüber einer Minderheit, als Kompromiss, für den man Budget und eine Begründung finden musste. Im Jahr 2025 begann diese Erzählung zu enden.

In der Kosmetikkategorie sollten bereits bei der Auswahl der Verpackung Fragen gestellt werden wie: Lässt sich der Tiegel mit einer Hand öffnen? Erfordert der Spender einen hohen Kraftaufwand, den nicht jeder aufbringen kann? Ist das Etikett auch bei eingeschränktem Sehvermögen gut lesbar? Ergonomie und intuitive Verschlüsse werden zu einem Wettbewerbsvorteil.


Typografie als Gesicht der Marke

Große, mutige Typografie nimmt die gesamte Verpackung ein und wird zum zentralen Erkennungsmerkmal der Marke. Das klingt einfach, doch was dahintersteht, ist interessanter. Marken verzichten immer häufiger auf Produktfotografie, Illustrationen und vielschichtige Kompositionen und setzen stattdessen auf reinen Text. Ein Schriftzug, ein Name, der so selbstbewusst und klar gesetzt ist, dass er nichts Weiteres braucht. 

Für die Kosmetikbranche, die stark an schöne Illustrationen und goldene Prägungen gewöhnt ist, ist das ein frischer Blickwinkel und definitiv eine Überlegung wert, insbesondere für Marken, die ihre Kommunikation in digitalen Kanälen aufbauen. Auf dem Smartphone-Bildschirm zählt Lesbarkeit im Kleinformat. Eine Verpackung, die im Detail im Verkaufsregal gut aussieht, gewinnt nicht unbedingt den Kampf um Aufmerksamkeit in einem Instagram-Reel. Mutige Typografie schafft das deutlich besser.


Gamification – eine Verpackung, die man berühren möchte

Eine Verpackung kann ein Gespräch anstoßen, einen Moment des Spielens schaffen und Content für soziale Medien generieren – ganz ohne zusätzliches Marketingbudget. Interaktive Elemente verwandeln einen gewöhnlichen Kauf in ein Erlebnis, das man festhalten und mit anderen teilen möchte.

Besondere Bedeutung gewinnt dabei die Art des Öffnens und die Interaktion mit dem Produkt. Die Verpackung soll bereits beim ersten Kontakt ein Element von Spaß oder Überraschung einführen. Sie soll den Konsumenten einbeziehen, Freude wecken und dafür sorgen, dass der Kontakt mit der Marke interessanter wird. Denken wir daran: Je mehr Zeit der Konsument mit der Verpackung in der Hand verbringt, desto stärker wird die emotionale Bindung zur Marke und desto besser bleibt sie in Erinnerung.


Farbe, die sich nicht für ihre Existenz entschuldigt

Kräftige Farben, fröhliche Formen, große Grafiken, die im Regal sofort ins Auge springen – dieser Trend wird als Dopamin-Effekt bezeichnet und tut genau das, was der Name verspricht. Es geht darum, Verpackungen so zu gestalten, dass allein der Anblick des Produkts eine unmittelbare positive emotionale Reaktion auslöst: einen sofortigen Dopamin-Kick, also die Ausschüttung des sogenannten Glückshormons. Der zuvor besprochene Trend setzte auf die physische Interaktion mit der Verpackung. Dieser hingegen geht tiefer – in die Psychologie von Farbe und Emotion.

Interessanterweise geht dieser Trend inzwischen weit über Lifestyle-Kategorien hinaus und erreicht Bereiche, in denen bisher Weiß, Grau und klinische Zurückhaltung dominierten: Nahrungsergänzungsmittel, Hygieneartikel oder Gesundheitsprodukte.

Marken möchten, dass wir uns beim Kauf ihres Produkts nicht nur wie Kunden fühlen, sondern wie jemand, dem allein durch das Aussehen der Verpackung der Tag ein wenig verbessert wurde.


Wie lassen sich diese Trends in eine konkrete Verpackung übersetzen?

Trends zu kennen ist das eine. Der wahre Wert entsteht jedoch erst dann, wenn es gelingt, sie auf ein konkretes Produkt zu übertragen. Und genau hier beginnt unsere Rolle.

Bei Polpak Packaging bieten wir eine große Auswahl an Verschlüssen und Kosmetikverpackungen in vielen Füllmengen und Modellen. Jede Verpackung kann personalisiert werden: jede gewünschte Farbe aus der Pantone-Palette, verschiedene Arten von Veredelungen sowie Oberflächen, die zum Charakter Ihrer Marke passen.

Wenn einer der beschriebenen Trends Ihre Aufmerksamkeit geweckt hat und Sie überlegen, wie Sie ihn für Ihre Produkte nutzen können, sprechen wir gerne mit Ihnen.


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